Wenn Zusammenleben zur Belastung wird
😿 Ein unterschätztes Problem
Mobbing kommt in deutlich mehr Mehrkatzenhaushalten vor, als wir uns eingestehen wollen. Häufig wird das Verhalten der Katzen als „Charakter“ abgetan: die eine eben dominant, die andere sensibel. Tatsächlich steckt dahinter aber oft ein dauerhaftes Ungleichgewicht, das für mindestens eine Katze massiven Stress bedeutet.
🐱 Wie Mobbing bei Katzen aussieht
Mobbing ist nicht immer offenes Kämpfen. Es zeigt sich oft viel subtiler:
- Eine Katze versperrt Wege oder blockiert Ressourcen
- Eine Katze wird ständig beobachtet oder verfolgt
- Der Zugang zu Futter, Toilette, Schlafplätzen wird kontrolliert
- Die betroffene Katze zieht sich zurück, versteckt sich oder wirkt ängstlich
Besonders perfide: Viele dieser Situationen passieren leise und unauffällig.
🧠 Warum der Mensch oft Teil des Problems ist
In den meisten Fällen entsteht Mobbing nicht „einfach so“, sondern durch eine ungünstige Bereitstellung von Ressourcen. Zu wenige Toiletten, ungünstige Futterplätze, fehlende Rückzugsorte oder erzwungene Nähe können Spannungen massiv verstärken.
Sucht die gemobbte Katze Schutz beim Menschen, scheint das zunächst positiv. In der Praxis beobachte ich jedoch häufig das Gegenteil: In Abwesenheit des Menschen eskalieren die Attacken. Die Katze lernt, dass sie nur mit Schutz sicher ist und ohne diesen völlig ausgeliefert.
Das Ergebnis: Die „Lieblingskatze“ lebt ohne dich nur noch unter dem Bett.
🐾 Warum du handeln solltest
Katzen können sich keine Hilfe holen. Sie passen sich an, leiden still und werden krank, körperlich oder psychisch. Ein geschulter, neutraler Blick von außen kann die Dynamik oft schnell erkennen, Auslöser benennen und konkrete Lösungen erarbeiten.
👉 Fazit
Mobbing unter Katzen ist kein Charakterproblem, sondern ein Haltungsproblem. Je früher du es erkennst und Unterstützung holst, desto größer ist die Chance, dass alle Katzen wieder stressfrei und sicher zusammenleben können.
