Der größte Fehler bei Freigängern: Bedürfnisse unterschätzen
🐱 Freigang ersetzt keine aktive Wohnraumgestaltung
Ein weit verbreiteter Irrtum: „Meine Katze ist Freigänger, drinnen braucht sie nicht viel.“
Genau das ist der größte Fehler. Auch Freigänger sind auf eine stabile, katzengerechte Umgebung im Haus angewiesen, denn drinnen liegt ihr Kernrevier.
🗺️ Das Reviersystem der Katze verstehen
Katzen strukturieren ihr Leben in Revieren. Diese gelten immer, unabhängig davon, ob sie Freigänger oder Wohnungskatzen sind.
Kernrevier
Hauskatzen: meist ein Lieblingsraum
Freigänger: die komplette Wohnung oder das Haus
Erweitertes Revier
Hauskatzen: weitere Zimmer
Freigänger: Garten oder direkte Umgebung
Streifgebiet
Hauskatzen: Balkon, gesicherter Garten, Treppenhaus
Freigänger: im Schnitt bis zu 3 km rund ums Zuhause
🔄 Wenn das Außenrevier plötzlich wegfällt
Es gibt viele Situationen, in denen Freigang zeitweise oder dauerhaft eingeschränkt ist:
- schlechtes Wetter
- OP oder Krankheit
- Alter
- potentere Katzen im Revier
- Verlust von Revieranteilen
Die Bedürfnisse deiner Katze bleiben trotzdem gleich. Sie will weiterhin:
- jagen und spielen
- kratzen und klettern
- fressen und trinken
- sich sicher zurückziehen
- ungestört zur Toilette gehen
🏠 Warum dein Zuhause vorbereitet sein muss
Wenn das Zuhause nicht wie ein vollwertiges Katzenrevier aufgebaut ist, entsteht Frust. Der zeigt sich dann oft als:
- Unsauberkeit
- Aggression
- Rückzug
- übermäßiges Miauen
- kratzen an Möbeln
All das sind keine „Macken“, sondern logische Folgen fehlender Struktur.
🐾 Fazit
Freigang ist ein Bonus, kein Ersatz für artgerechte Katzenhaltung.
Der größte Fehler bei Freigängern ist, das Zuhause nicht katzengerecht zu gestalten. Wer drinnen alles bietet, was eine Katze braucht, sorgt für Ausgleich, Sicherheit und langfristiges Wohlbefinden – egal, was draußen zusätzlich möglich ist.
