🐱 So erkennst du die Signale richtig
Ob eine fremde Katze bereit ist, sich streicheln zu lassen, hängt nicht nur von ihrem Charakter ab, sondern vor allem von der Situation, in der du sie triffst. Katzen bewerten jede Begegnung neu – basierend auf Umgebung, Stresslevel und ihrem Sicherheitsgefühl. Darum verhalten sich Katzen beim Tierarzt, in einer Katzenpension, im Tierheim oder sogar bei Besuch im eigenen Zuhause oft völlig anders als gewohnt.
🐱 Körpersprache zuerst: Ist die Katze offen für Kontakt?
Bevor du eine fremde Katze berührst, solltest du immer ihre Körpersignale beachten:
- lockerer Körper
- normal große Pupillen
- leicht erhobener, weicher Schwanz
- Schnuppern, Annähern oder Reiben
Zeigt sie hingegen Abwehrsignale wie geduckte Haltung, Ohren nach hinten, peitschender Schwanz oder Rückzug, solltest du Abstand halten.
🌿 Freigänger: Revier entscheidet über die Kontaktbereitschaft
Bei Freigängern spielt der Standort eine große Rolle:
- Streifgebiet (Nachbarschaft):
Hier ist die Haltung oft entspannter. Die Katze bewegt sich selbstbewusst und ist offener gegenüber Fremden. - Kernrevier (Haus, Wohnung, eigener Garten):
Hier steht für die Katze mehr „auf dem Spiel“. Sie schützt diesen Bereich stärker und reagiert vorsichtiger oder territorialer.
🤝 Grundregel für jede Begegnung
Je weniger die Katze in der Situation zu verlieren hat, desto entspannter wird sie sein – und desto eher lässt sie sich von dir streicheln. Das bedeutet: Freundliche, ruhige Annäherung, kein Bedrängen und immer warten, ob die Katze aktiv Kontakt aufnimmt.
🐾 Fazit
Eine fremde Katze zu streicheln ist nur dann richtig, wenn sie deutlich zeigt, dass sie den Kontakt möchte. Körpersprache, Revier und aktuelle Situation entscheiden darüber, wie sie reagiert. Mit etwas Feingefühl und Respekt steht einer schönen Begegnung nichts im Weg.
